Selbstwert & Frauen: 20 Tipps für ein besseres Selbstwertgefühl

Ein stetig wiederkehrendes Thema bei meinen Coachings mit Frauen ist das liebe Selbstwertgefühl.

Begleitet von der Fraglichkeit, wie der Selbstwert überhaupt zu definieren wäre, finden sich im Gespräch die schillerndsten Beweggründe, warum die Frau ihre Werte und Selbstwertschätzung gerade (aber eher ein Leben lang) nicht ausleben kann. Oft werden diese Frauen von Schuldgefühlen geplagt, weil sie dies und jenes nicht geschafft haben, nicht dazu kamen jemandem zu helfen, weil die Zeit oder Kraft es nicht zuließ.

Ich bin nur das wert, was ich leiste

Frauen identifizieren sich mit dem, was sie leisten – oder eben nicht. Und gerade Frauen legen hier die Messlatte unrealistisch hoch. Sie haben das Gefühl, sie müssen die ganze Welt retten, bevor sie selbst dran sind. Sie überforden sich dauernd, weil sie andere Menschen und ihre Anliegen wichtiger nehmen als sich selbst. Dass man sich immer zugunsten von anderen zurücknimmt, ist für mich ein deutliches Zeichen für ein geringes Selbstwertgefühl.

Dabei geht es beim Selbstwertgefühl nicht um die Leistung nach dem Motto »Ich bin, was ich leiste«. Es geht um das, was »ICH BIN«, um die spirituelle Essenz des Seins, ohne überhaupt etwas zu leisten. Das Selbstwertgefühl ist ein Gefühl für den eigenen Wert. Wenn dieses Eigenbewusstsein angeknackst ist, schwindet auch die Selbstachtung. Schwindet die Selbstachtung, schwindet auch der Respekt von Außen.

Nicht von ungefähr ist das Selbstwertgefühl ein Gefühl. Nur wir selbst können diesen Wert fühlen. Hierfür ist keinerlei Bestätigung von außen nötig. Niemand kann einem anderen Menschen zeigen, wie er fühlen soll. Es geht um eine rein subjektive Selbsteinschätzung und die Bedeutung (Wichtigkeit), die wir unserem »Ich« beimessen und im Bewusstsein halten. Das Selbstwertgefühl hat mit Leistung und Erfüllung fremder Erwartungen nichts zu tun. Im Coaching begegne ich Frauen, die trotzdem von sich erwarten, alle fremden Erwartungen bedingungslos zu erfüllen. Sie hinterfragen nichts außer ihrer Leistung. Sie stehen der Welt, ohne wenn und aber, in ständigem Hilfsbereitschaftsmodus zur Verfügung. Erstaunlich viele Frauen haben diese irre Vorstellung, sie müssten ihre Dienste nonstop allen kostenlos zur Verfgung stellen. An sich werden Dienstleistungen, die wir bei anderen beziehen, vergütet. Wenn ich nicht selber kochen mag und ins Restaurant gehe, muss ich für diese Leistung aufkommen. Bringe ich mein Auto in die Werkstatt oder meine Kleider in die Reinigung, erwarte ich auch nicht, dass es kostenlos erledigt wird, oder?

Sind Frauen einmal nicht in der Lage eine Anfrage zu bewältigen oder machen etwas trotz bester Absicht falsch, plagen sie sich mit Selbstvorwürfen. Sie sind schnell verunsichert, empfinden sich als nicht mehr liebenswürdig und ängstigen sich, man würde sie deswegen nicht mehr mögen und verstoßen. Sie denken: »Trete ich mal kürzer, liebt mich niemand mehr. Was ich vorher gemacht habe, zählt nicht«. Warum? Weil ein positives Selbstwertgefühl fehlt. Diese reflexartige Abwertung sorgt dafür, dass sie sich nur noch als Leistungs-Frauen wahrnehmen und akzeptieren können. Von Selbstliebe keine Spur.

Ich kenne keinen sicheren Weg zum Erfolg, aber einen sicheren Weg zum Misserfolg: Es allen recht machen zu wollen.

Platon, griechischer Philsoph

Wenn sich Frauen allein mit ihrer Leistung identifizieren und den hohen Erwartungen, auch den eigenen, auf Dauer nicht standhalten können, fühlen sich wertlos oder niedergeschlagen. Manche werden sogar wütend auf sich selbst und wachsen zu ihrem eigenen größten Kritiker heran. Die unbewusste Annahme lautet »Ich werde nur geliebt, wenn ich es allen recht mache«. Also machen Frauen Dinge, die ihnen gegen den Strich gehen, Hauptsache alle anderen sind zufrieden. Den anderen immer alles rechtmachen ist bekanntlich ein schwieriges Unterfangen. Auf der Strecke bleiben die eigenen Ansinnen, auch solche nach körperlicher Ruhe. Frauen achten so sehr auf die Stimme und Stimmung des Umfelds bis sie sich selbst vergessen haben – trotz der inneren Stimme mal vom Gas runter zu gehen. Sie kriechen auf dem Zahnfleisch durch das Leben und natürlich darf niemand ihren erschöpften Zustand mitbekommen. Das wäre ein Zugeständnis an die eigene Unzulänglichkeit, also heißt die Devise lächeln, was das Zeug hält. Eine Strategie, die auf die Dauer nie aufgehen wird.

Hilfe: Ich tue alles und der Lob bleibt aus

Eine erwachsene Frau, die immer alles brav erledigt, wird nicht gelobt, sondern für selbstverständlich gehalten. Eine Frau, die sich immer nett und bescheiden gibt, keine Bedürfnisse kommuniziert und immerzu lächelt, wirkt unterwürfig und niemals kompetent oder selbstsicher – beruflich sowohl wie privat. Ihr Verhalten macht sie zu einer leichten Beute und zieht magisch Menschen an, die sie ausnutzen. Sie wird von anderen dominiert und tanzt nach deren Pfeife, schlicht und einfach, weil sie nie Nein sagt und keine gesunden Grenzen zieht. Die Folge für die Frau: Sie wird immer mehr fremdbestimmt. Das lässt sie mit der Zeit unerfüllt, verletzt und vor allem erschöpft zurück.

Klar, haben wir als Mädchen sehr früh gelernt brav zu sein, nicht zu stören, behilflich zu sein. Alles wegen der Harmonie, die uns als Kind das notwendige Gefühl gab, geliebt zu werden. Was aber für ein kleines Kind zum Überleben wichtig ist, ändert sich mit dem Erwachsenwerden. Diese auf Eltern (außen) basierte Beziehung muss sich wandeln, wenn die Frau ein selbstbestimmtes und zufriedenes Leben führen möchte. In diesem kindlichen Stadium stehen geblieben, fällt es Frauen gar nicht auf, dass sie ihr Verhalten, statt auf Selbstliebe, ständig auf die Liebe und Anerkennung von außen ausrichten. Als erwachsene Frau sollte sie jedoch ihre eigene liebende, nährende, unterstützende, beste Stütze sein und für sich selbst gut Sorge tragen. Sie muss lernen, dass sie diese Stärke nur aus sich heraus beziehen kann. Das übt und kultiviert man wiederum ein Leben lang. Mal besser, mal schlechter, aber das macht unser Leben so lebendig. Natürlich darf jeder Hilfe von außen annehmen. Aber nur als Hilfe zur Selbsthilfe, um sobald wie möglich auf eigenen Füßen zu stehen statt Abhängigkeiten aufzubauen.

Selbstwert bedeutet, dass man sich selbst wertschätzt, inklusive aller menschlicher Schwächen, die man an sich wahrnimmt. Die Wurzel des Übels ist, dass Frauen sich selbst nicht mögen, aber nach Anerkennung von außen lechzen, die sie sich selbst verweigern. Der Mangel an Selbstliebe lässt eine Frau die kleinste Kritik persönlich nehmen. Sie ist leicht zu kränken. Aber selbst, wenn eine Frau sehr viel positive Beachtung erfährt, ohne ein gesundes Selbstwertgefühl wird sie immer wieder an sich selbst zweifeln. Gedanken wie: »Wenn die anderen nur wüssten, wie ich wirklich bin, dann… « machen sich breit. Deshalb ist ein gutes Selbstwertgefühl so wichtig. Die Kränkungen tun dann nicht so weh, bzw. man nimmt sie gar nicht als Kränkungen wahr, weil man viel gelassener in sich ruht.

Eine Frau, die sich selbst liebt und für wertvoll hält, ist kein ichbezogener Egoist, sondern ein Mensch, der sich kennt und ein gesundes Mass an Eigenwahrnehmung lebt. Sie vergleicht sich nicht mit anderen um zu wissen wie sie abschneidet. Ihr ist ihre eigene Einschätzung wichtiger, auch, dass sie sich selbst treu bleibt. Sie betont und lebt ihre guten Werte aus. Was nicht gefällt, darf ja jederzeit verbessert werden. Eine Frau mit gutem Selbstwertgefühl orientiert sich nicht an der Masse, sondern an eigenen Werten. Selbstverständlich sollte sich jeder immer wieder mal kritisch sehen. Unsere Mitmenschen, insbesondere die direkten und weniger freundlichen, sind dabei ein guter Spiegel. Aber Frauen müssen darin Routine entwickeln, ihre eigenen Werte und Leistung zu sehen, zu würdigen und anzuerkennen, auch wenn der Lob ausbleibt. Gerade in Momenten, wo die Anerkennung im Außen ausbleibt, ist es am notwendigsten sich selbst aufzubauen. Zu schmolen, sich in Selbstmitleid oder Depression zu flüchten ist keine Lösung. Das A und O ist, sich auf die eigenen positiven Werte zu besinnen. Das gibt Kraft, die missliche Situation nochmal, hoffentlich besser, anzugehen. Statt Hoffnungslosigkeit gibt uns das Selbstwertgefühl die nötige Energie mit einer schwierigen Situation umzugehen.

Eine Frau mit minderwertigem Selbstwertgefühl tendiert wiederum dazu ihre Schwächen überzubewerten. Sie kennt ihre Stärken nicht oder hält sie für so selbstverständlich, dass sie darin keinen Mehrwert erkennen kann. Solche Frauen sind leicht manipulierbar, sie lassen sich ausnutzen und bekommen noch schlechtes Gewissen, wenn sie mal zusammenbrechen. Sie nehmen nicht wahr, dass sie sich selbst, ihre emotionalen und körperlichen Bedürfnisse missachten. Unsere Mitmenschen spiegeln nur diese Respektlosigkeit zurück. Eine Frau ohne Selbstwert und Selbstachtung wird niemals erfolgreich, geschweige denn glücklich sein.

Energie lügt nicht

Energetisch gesehen sind alle Wesen und Dinge Energie. Jeder Mensch hat ein energetisches Feld, das ihn umgibt. Wir nehmen das als Ausstrahlung wahr. Alles, was existiert, hat eine spezifische Schwingung. Erfolgreiche, herzliche, offene Menschen haben eine andere Ausstrahlung als grimmige, aggressive, kranke oder schwache Menschen. Sagt eine Frau Ja, meint aber Nein, stimmt die Ausstrahlung nicht. Wenn die verbale und die Energiesprache (was ich denke und fühle) nicht übereinstimmen, werden beide Signale ausgestrahlt. Früher oder später manifestiert sich dies als Verwirrung im eigenen Leben, denn widersprüchliche Signale ziehen noch mehr Widersprüche an. Der Körper spiegelt die Gedankenwelt. Zusammen bilden sie ein starkes Schwingungsfeld, das Energien magnetisch anzieht. Also, achte auf das, was du aussendest, denn davon bekommst du mehr zurück.

Unsere Energiekörper kommunizieren immer miteinander und Energie lügt nie. Mag sein, dass jemand die Schwingung deiner Abneigung oder Widerwillens nicht ganz so bewusst wahrnimmt, weil er zu sehr mit eigenem Leben beschäftigt ist, aber unterbewusst spürt jeder die Emotionen und Gedanken anderer Menschen. Jemand, der etwas von dir möchte, wittert deine Unsicherheit und Verwirrung. Er möchte aber, dass du dich um sein Anliegen kümmerst. Also, spürt er, dass er nur ein wenig Druck zu machen braucht und schon lässt dich dein schlechtes Gewissen zusagen. Und nur darum geht es ihm, um die Erfüllung seiner Bedürfnisse, nicht um dich oder die Art, wie du dich fühlst. Frauen denken »Ich tue momentan schon so viel, helfe immer, die anderen werden schon merken, wenn ich nicht mehr kann und mir helfen«. Diese Strategie geht nie auf. Es ist auch niemals die Aufgabe der anderen für dich zu sorgen außer du bist ein Kind und somit ein Schutzbefohlener. Es gibt nur einen, der für dich verantwortlich ist und das bist DU selbst. Tust du es nicht, wundere dich nicht, wenn andere es nicht tun. Es ist eine hoffnungslos weibliche Tendenz andere (meistens der eigene Partner) mögen ihre Bedürfnisse erkennen und ihnen die nötige Ruhe, Lob, Anerkennung etc. schenken. Nein, nur du weißt am besten, was du gerade brauchst. Wenn du dies nicht kommunizierst und es ignorierst, solange werden andere nicht darauf eingehen und es genauso ignorieren. Wie gesagt, Energie zieht gleiche Energie nach sich.

Nur eine Frau, die sich selbst spürt, findet den Zugang zu ihrer weiblichen Identität und somit zu ihren Werten. Sie reflektiert sich dann ganz anders. Anstatt eines unrealistisch negativen Bildes von sich selbst, nimmt sie sich als Ganzheit wahr und ist sich ihrer Werte genauso bewusst wie ihrer Schwächen. Aus diesem Blickwinkel erscheinen die Schwächen als Lernstationen und nicht als eine nicht veränderbare Wirklichkeit. Erst, wenn sich die Frau subjektiv als Ganzes gesehen und bewertet hat, kann und sollte sie sich – mit nötigem Abstand – am Außen orientieren. Das ist konstruktiv. Es geht um Reflexion, einen wichtigen Teil der Selbsterkenntnis, die uns manchmal nur unsere Mitmenschen spiegeln können. Im positivsten Sinne sollte uns Frauen diese Kritik oder Feedback zur Veränderung anspornen statt fertigmachen.

Sich ab und zu zu sagen »Hey, das habe ich gut gemacht« ist schon ein guter Anfang. Das Gefühl, mit sich selbst zufrieden zu sein, stellt die Weichen zu einem gesunden Selbstwertgefühl. Alles fängt mit kleinen Schritten und kleinen Dingen an. Gerade wir Frauen haben Schwierigkeiten die täglichen Wunder, die wir ständig für unsere Familie, Bekannten und Arbeitgeber vollbringen, zu sehen. Weil sie so alltäglich sind, denken Frauen, dass sie absolut selbstverständlich sind. Und statt sich dafür zu loben, ärgern sie sich über Dinge, die sie noch nicht geschafft haben.

Niemand ist perfekt

Denke daran, selbst die reichsten und erfolgreichsten Menschen fühlen sich auf manchen Gebieten, auf denen sie nicht so erfahren sind, unsicher. Das gehört zum Leben. Niemand ist perfekt auf allen Gebieten. Du musst nicht perfekter werden als du schon bist um dich wertzuschätzen. Je eher wir uns mit unseren Schwächen versöhnen, umso gelassener werden wir und umso leichter können wir unseren Blick von den Schwächen auf unsere Stärken richten.

Wie würde sich dein Leben mit einem besseren Selbstwertgefühl verändern?

Frag dich das mal. Bist du bereit den Weg zum besseren Selbstwertgefühl und Selbstliebe zu gehen? Die Konsequenz wird sein, dass du nicht allezeit für alle verfügbar bist. Das bringt erst viel Empörung und Nicht-Hinnehmenwollen von unseren Mitmenschen. Der erste Schritt zu mehr Selbstwert und Respekt ist sich dieser Konsequenz zu stellen. Wer nur Harmonie um jeden Preis sucht und jede Auseinandersetzung scheut, wird den Weg mühsam finden und bald aufgeben.

20. Tipps für ein besseres Selbswertgefühl

  1. Ein geringes Selbstwertgefühl ist keine Vorbestimmung. Es lässt sich positiv verändern.
  2. Nimm dir nicht zu viel auf einmal vor. Everybody‘s Darling is everybody‘s Depp für alles. Das wird nie gewürdigt und lässt dein Selbstwert sinken.
  3. Gib dir täglich die Anerkennung, die du dir von deinen Mitmenschen wünschst. Lob dich selbst. Was hast du heute toll gemacht? Wenn nicht alles so super perfekt lief, was lief dann zumindest gut genug? Für den Anfang erweist es sich als hilfreich, Dinge, auf die du heute stolz bist, kurz aufzuschreiben. Nichts ist dafür zu klein. Mit der Zeit wirst du ein tolles Werkzeug in der Hand halten, das dich beim Durchlesen aufbaut und dein Selbstwertgefühl hebt.
  4. Denke daran, du bist nicht das, was du leistest. Aber rechne es dir hoch an, was du leistest. Insbesondere Frauen neigen dazu ihre Leistungen geringzuschätzen und machen sich von der Bestätigung des Umfelds abhängig. Dein Umfeld ist nicht immer emphatisch, gerecht oder aufmerksam. Du darfst eine ausbleibende Bestätigung nicht auf dich beziehen. Lerne dich selbst zu loben und vertraue endlich deinem Urteil.
  5. Wir Frauen vergessen uns schnell und priorisieren die Bedürfnisse anderer. Halte deine eigene Vorhaben schriftlich fest. Halte sie dir vor Augen. Dies ermöglicht dir ein selbstbestimmtes Leben, andererseits wirst du eines Tages völlig erschöpft aufwachen und ein Gefühl des »Zu-kurz-Gekommenseins« spüren.
  6. Es ist ok ein Problem zu haben, mal stecken zu bleiben. Deshalb hast du nicht versagt. Manchmal gibt es Phasen im Leben, da brauchen wir länger um wieder auf die Füße zu kommen. Es ist ok, Hauptsache, du reflektierst diese Zeit, hebst dein Krönchen auf und machst weiter. Dies ist die Weisheit des Selbstwertgefühls.
  7. Schaue Menschen in die Augen, wenn du mit ihnen kommunizierst. Halte den Rücken und das Kinn gerade. Diese Haltung wirkt selbstbewusst und ehrlich. Du kannst sie erst vor dem Spiegel üben bis sie sitzt.
  8. Traue dich Nein zu sagen, wenn du Nein meinst. Das fühlt sich manchmal hart und unangenehm an. Manchmal müssen wir Nein sagen um Wichtigeres voranzubringen. Auch mal zu entspannen kann für deinen Körper wichtig sein. Je kraftvoller du bist, umso besser kannst du später mitanpacken.
  9. Fake it until you make ist. Lerne dich selbstbewusst (aber nicht arrogant) zu verhalten, bis du es wirklich bist. Das ist ein schneller Weg um deinen Selbstwert aufzubauen.
  10. Hör auf mit der ewigen Platte mit Sprung »Ich Dummerle«, »Das hätte ich besser machen müssen«, »Ich bin so eine blöde Nuss« … Dein Bewusstsein wird es ernst nehmen, auch wenn du nur scherzt.
  11. Eine gute Übung um mehr Selbstwertgefühl zu entwickeln, ist, sich zu überlegen was deine aller-, allerbeste Freundin an dir liebt und wofür sie dich bewundert. Wenn du keine hast, erfinde eine. Sieh dich mal mit fremden Augen an – mit Augen, die dich lieben und bewundern statt  kritisieren.
    Das könnten Werte sein wie:
    •  ich bin eine fröhliche Natur
    •  ich bin eine gute Zuhörerin ohne gleich therapieren zu wollen
    •  ich gebe ehrliches Feedback ohne zu verletzen
    •  ich entschuldige mich und verzeihe schnell
    •  ich sprühe von Elan
    •  ich finde an jeder Situation etwas Gutes etc.
  12. Es ist besser sich selbst zu loben als ewig zu jammern. Lerne im Gespräch statt zu jammern dich mal zu loben. Trau dich die Gesprächsthemen in positive Richtung zu lenken.
  13. Stoppe negative Gedanken. Wir Frauen konzentrieren uns zu oft auf das, was nicht geht; auf das Negative, Schlechte, auf das, was uns schmerzlich getroffen hat. Es wäre gut in solchen Situationen die Richtung der Gedanken zu verändern. Sag zu deinen Gedanken »STOPP, ich entscheide mich jetzt an etwas anderes zu denken«. Lerne deine Gedanken bewusst zu lenken. Die besten Entscheidungen und Veränderungen machst du nur mit einem ruhigen Gemüt.
  14. Nimm nicht alles persönlich. Tue was du kannst, auch für dich, aber vergiss nicht, dass sich nicht alles kontrollieren lässt. Je eher du das einsiehst, desto entspannter wird dein Leben.
  15. Jeder, wirklich jeder, hat Schattenseiten. An manchen lässt sich arbeiten, manche sind erstmal so, wie sie sind. Du kannst liebenswert sein, auch wenn du z.B. chaotisch bist. Nimm dich an, so wie du bist. Denke daran, dass niemand perfekt ist. Ein gesundes Selbstwertgefühl kommt nicht von der Perfektion, sondern ist ein Zeichen eines inneren Friedens mit den eigenen Schwächen sowie allen guten Seiten.
  16. Das Fremdbild ist als Feedback wichtig. Jede Kritik ist jedoch nur eine Meinung des anderen. Sie stellt keine ultimative Wahrheit dar. Versuche jede Kritik erst unvoreingenommen anzunehmen. Du musst die Meinung eines anderen nicht genauso sehen. Vertraue deinem Selbsturteil. Wenn du unsicher bist, ob der andere mit seiner Kritik richtig liegt, frag bei jemanden nach, dem du vertraust.
  17. Suche dir echte Freunde. Das sind die, die zu dir stehen, auch wenn es dir mal schlecht geht. Die, die dich nur für deine Leistung schätzen, kannst du ruhig abhaken.
  18. Akzeptiere Misserfolge. Shit happens. Das ist kein Grund sich geringzuschätzen oder aggressiv gegen sich selbst zu werden.
  19. Hör auf dich zu ständig zu kritisieren. Unterstreiche lieber deine Stärken. Mach eine Bestandsaufnahme deiner wichtigsten guten und weniger guter Aspekte, damit du weißt, was dein Ausgangspunkt ist. Das variiert von Frau zu Frau. Wenn das feststeht, kannst du entscheiden, was du an dir, an deinem Leben magst und was du verändern willst. Und denk daran: Der Weg ist das Ziel. Gehe diese Schritte bewusst, das stärkt dein Selbstwertgefühl.
  20. Eine asiatische Weisheit zum Schluss: »Wer Menschenkenntnis besitzt ist gut, wer Selbsterkenntnis besitzt, ist erleuchtet«. Die Selbsterkenntnis darf kein Anlass sein sich nur auf die Schwächen zu fokussieren, vor lauter Selbstkritik seinen Wert in den Boden zu stampfen und daran zu zerbrechen. Es kann viele Gründe haben warum du gescheiterst bist, wenn etwas nicht läuft. Z.B. weil du vielleicht nicht gut informiert warst, du die Sache an sich unterschätzt hast, zu wenig Zeit oder Kraft für die Aufgabe zur Verfügung stand, du eh keinen Bock hattest diese zu übernehmen, dich aber nicht getraut hast Nein zu sagen, weil du mit deiner Aufmerksamkeit nicht dabei warst oder oder oder… Egal, deine Leistung hat niemals etwas mit deinem Sein und Wert als Frau und Mensch zu tun. Das sind zwei verschiedene Dinge. Ein Misserfolg oder Fehlschlag besagt nicht, dass du als Mensch nichts mehr wert bist. Lass dich deshalb nicht respektlos behandeln, auch nicht von dir selbst. Gib dir selbst eine zweite Chance, dann gibt dir das Leben auch (mindestens) eine!
Foto: Pixabay.com/de
Mehr zu Grazyna: www.grazynaberger.com

 

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